14.02.2026 | von Sarah Albrecht
Während die Skilanglaufweltspitze am 7. Februar den Kampf um die olympischen Medaillen in Italien begann, starteten etwa 180 junge Nachwuchstalente aus Sachsen in ihren Saisonhöhepunkt: die 4initia Sachsenmeisterschaften. Nach dem Vorbild des olympischen Feuers in Mailand und Cortina d'Ampezzo wurden auch die regionalen Meisterschaften feierlich in Oberwiesenthal mit einem Feuer eröffnet.
In insgesamt drei Wettkampfformaten traten die Sportlerinnen und Sportler an: der Sprint für die jüngsten bis zur Jugend U18 und die Kurzdistanz ab der Jugend U20 am Samstag sowie ein Distanzlauf für alle am Sonntag. Alle Läufe galt es in der klassischen Technik zu absolvieren.
Gleichwohl der Hoffnung auf winterliches Kaiserwetter auf dem höchsten Punkt Sachsens, wartete der Fichtelberg mit Temperaturen um die 0°C, Nebel und leichtem Regen auf. Nichtsdestotrotz konnte sich das ATSV Ski-Team an beiden Tagen über einen Top-präparierten Klisterski freuen. Doch der Ski allein tut's bekanntlich nicht: Komplettiert wurde die Ausrüstung fürs Teamgefühl mit einer ordentlichen Schicht Glitzer im Gesicht.
Der Sprint
Pünktlich 10 Uhr startete der Prolog. Die jungen ATSV Langläuferinnen und Langläufer zeigten durchweg gute Läufe und konnten so zuversichtlich in die Heats, die Entscheidungsläufe gehen. Insbesondere drei junge Mädels warteten hier mit ihrem Können auf: Lea Schmieder (U14) und Elina Reichel (U12) sprinteten zum Sachsenmeistertitel. Lara Rudolph (U13) sicherte sich den Vizesachsenmeistertitel. Jonna Hauke (U11) erreichte, wenn auch knapp am Podest vorbei, einen guten 4. Platz.
Die Kurzdistanz
Philipp Richter, Simeon Ehrig und Markus Lingenauer hielten die ATSV-Fahne über die Kurzdistanz hoch. Drei Sportler, die sich in der Regel auf Marathonstrecken im Winter vorbereiten – von 42 km über 70 und 90 km bis auch schon mal hin zu 220 km. Doch auf den Strecken in Oberwiesenthal verlangen auch 5 km den wettkampferfahrenen Männern zwischen 26 und 49 Jahren allerhand ab. Simeon Ehrig wurde bei den Masters 1 Vizesachsenmeister, Philipp (Herren) und Markus (Masters 2) erreichten in ihren Altersklassen jeweils den 3. Platz.
Der Distanzlauf
Am Sonntag galt es im Massenstart über längere Distanzen das umfangreiche Training der vergangenen Monate in die Loipe zu bringen. Souverän gelang das Lea Schmieder und Elina Reichel, die das „Doppel“ perfekt machten und sich mit einer zweiten Goldmedaille belohnten. In 16:45 min auf 5 km gewann Lea mit einem Vorsprung von 35 Sekunden vor Emma Kiesling vom VSC Klingenthal und Maxine Escher vom SSV Geyer. Elina hängte ihre Sportskollegin und -konkurrentin Frida Dost vom SV Neudorf in der Loipe über 3,7 km mit 25 Sekunden erneut ab. Zum doppelten Vizesachsenmeistertitel fuhr auch Lara Rudolph in der U13.
Leonie Böhm war für das restliche Starterfeld der Frauen von den Juniorinnen U20 bis zu den Masters 4 über 5 km schnell im Nebel des Fichtelbergs verschwunden. Sie holte sich in 16:52min den Sachsenmeistertitel in ihrer Altersklasse Juniorinnen U20. Xenia Lotzenburger gewann Silber bei den Damen mit knappen 3 Sekunden zu Platz 1. Dreimal Platz 3 stand für Philipp Richter, Simeon Ehrig und Andreas Weniger (Masters 3) bei den Männern zu Buche.
Unsere „Erstis“
Für Nika Hübner und Henrik Schmidt, beide U10, waren es die ersten Sachsenmeisterschaften. Sie starteten sowohl im Sprint als auch im Distanzlauf am Sonntag. Während in der U10 männlich die Startgruppen mit vier bzw. drei Sportlern leider sehr überschaubar waren, trat Nika gegen elf bzw acht andere Mädels aus Sachsen an und konnte sich mit einem 6. Platz im Sprint und einem 4. Platz über 2,5 km im vorderen Mittelfeld platzieren.
Unsere Bambinis
Die jüngsten Kinder zwischen 5 und 9 Jahren konnten bei zwei Bambini-Rennen außerhalb der Sachsenmeisterschaftswertung am Samstag und Sonntag ebenfalls Meisterschaftsluft schnuppern. Trotz einiger Stürze in den anspruchsvollen Abfahrten ließen sich die Mädels und Jungs nicht unterkriegen und wurden von den größeren Kindern und Jugendlichen kräftig angefeuert. Tristan Reichel wurde Zweiter über die kurze Strecke von 500 m, sein Vereinskollege Erwin Uhlig erkämpfte sich Platz 3 über 1,25 km und Ella Schmieder wurde bei den Mädchen zweimal Dritte.
Die Sachsenmeisterschaft 2026 wurde erstmals von mehreren Vereinen gemeinschaftlich organisiert und durchgeführt. Der ATSV stellte dabei das Rechenbüro und sorgte an beiden Tagen für einen reibungslosen Wettkampfablauf.
Die Freie Presse berichtete am 10. Februar.